Von der Idee bis zur Serienreife war es eine konsequente Entwicklung. Nach Erfahrungen mit verschiedenen Fußbodensystemen und deren Schwachstellen, wie z. B. hohem Gewicht und zeitaufwendiger Montage, schufen die Konstrukteure der SEAG System-Elemente Aktiengesellschaft das Fußbodensystem "max4". Wissenschaftlich unterstützt wurden sie dabei durch die Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig. Kurz gefasst lässt sich das Produkt mit folgenden Adjektiven beschreiben: leicht, dünn, warm und stabil.
In der Fläche miteinander verbundene und mit Fließestrich verfüllte Grundelemente mit den handlichen Abmessungen 1.192 mm x 556 mm bilden den sehr leichten, dünnen und enorm tragfähigen Fußbodenaufbau. Ausgangsmaterial ist verzinktes Stahlblech mit einer Dicke von 0,5 mm. Das als Coil angelieferte Blech wird auf die erforderlichen Maße abgelängt, gestanzt und anschließend auf eine Bauteilhöhe von 10 mm tiefgezogen. Je nach Fußbodentyp ergeben sich Aufbauhöhen von 15 bis 32 mm. Das Gewicht beträgt einschließlich des Estrichs 16 bis 45 kg/m2. Das ist im Vergleich zu üblichen Estrichdecken äußerst wenig.
Mit einem Gewicht von 5,8 kg/m2 sind die vorgefertigten Stahlblechelemente leicht zu transportieren und schnell zu verlegen. Die kraftschlüssige Verbindung erfolgt durch Überlappung der Wölbungen mit einem biegesteifen Stecksystem. Bestehen Anforderungen an den Trittschallschutz, so können die Blechteile mit handelsüblicher Dämmung sowie mit einem Durchlaufschutz, der das Eindringen des Fließestrichs in die Dämmung verhindert, ausgestattet werden. Vor dem Verfüllen mit Fließestrich lassen sich Heizrohre oder Kabel in das System einziehen.
Bereits nach spätestens 24 Stunden kann der Boden dank der schnell trocknenden Estrichschicht für nachfolgende Gewerke freigegeben werden. Der Fußboden ist form- und kraftschlüssig miteinander verbunden, reißt nicht und macht damit Dehnungsfugen überflüssig. Traglasten bis zu 500 kg/m2 können bruchfrei und ohne Absinken der Fläche aufgenommen werden.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Neben der klassischen Verwendung im Wohnungs-, Büro- und Gewerbeneubau eignet sich das Fußbodensystem insbesondere für die Sanierung von Altbauten. Bei geringer zulässiger Belastbarkeit von Bestandsdecken, bei niedrigen Geschosshöhen oder fehlenden Anschlusshöhen im Treppenhaus sowie bei unebenen Untergründen bietet das System einfache Lösungen. Eine integrierbare Niedrigtemperatur-Fußbodenheizung bietet hohen Wohnkomfort und lässt sich dank der Wärmeleitfähigkeit des Stahlblechs optimal regulieren. Das neue Fußbodensystem bietet Architekten und Bauherren eine leichte, stabile und äußerst langlebige Lösung für wirtschaftliche Fußbodensysteme.