Die Halde Hoheward ist ein über 100 m hohes Relikt des Steinkohlebergbaus im nördlichen Ruhrgebiet. Heute dient der künstlich aufgeschüttete Berg als Naherholungsraum. Ziel der Ausflügler auf dem Bergplateau ist das so genannte Horizontobservatorium mit den weithin sichtbaren Halbkreisbögen der von Prof. Dr.-Ing. Ralf Wörzberger entworfenen Bogenplastik. Genau im Kreuzungspunkt der Halbkreise treffen sich der senkrecht in Nord-Süd-Richtung stehende Meridianbogen und der unter 38,5° zur horizontalen Ebene geneigte Äquatorbogen.
Ohne Vorkenntnisse lassen sich unterschiedliche astronomische Grundprinzipien mit bloßem Auge ausmachen: Zum Beispiel steht die Sonne an den Tag-und-Nacht-Gleichen zur Mittagszeit genau im Kreuzungspunkt von Äquatorial- und Meridianbogen und schickt ihre Strahlen durch eine röhrenförmige Öffnung exakt in die Mitte des Observatoriums.
Gefertigt sind die über 91 bzw. 95 m weit spannenden Halbkreisbögen aus polygonalen Rohrschüssen mit einem Durchmesser von 1,42 m. Die einzelnen Segmente wurden in transportierbaren Einheiten vorgefertigt, auf der Baustelle verschweißt, beschichtet und mit drei Schwingungstilgern ausgestattet. Die hochwertige Qualität der Ausführung garantiert die Dauerhaftigkeit der 46 m hohen stählernen Skulptur, die nicht nur Hobbyastronomen magisch anzieht.