Hohe Energieeffizienz sowie die Eigenschaft, Licht großflächig abzustrahlen, machen organische Leuchtdioden (OLEDs) zur Beleuchtungstechnologie der Zukunft.
Organische Solarzellen können bei Optimierung von Größe, Gewicht und Herstellkosten in einigen Bereichen eine Alternative zu den jetzigen Zellen auf anorganischer Basis bilden.
Eine wesentliche Voraussetzung für künftige stationäre und mobile Anwendungen ist die wirtschaftliche Applikation dieser organischen Bauelemente auf hochelastischen, witterungsbeständigen Trägermaterialien. Die im Institut für Hochfrequenztechnik (IHF) der TU Braunschweig durchgeführten Arbeiten haben dafür die Grundlage geschaffen.
Aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeit, guten Festigkeit und Elastizität erwies sich eine 0,025 mm dicke Folie aus Edelstahl Rostfrei als Substrat der Wahl. Darüber hinaus schützt die Folie die empfindlichen organischen Schichten vor Witterungseinflüssen und trägt zur Kühlung bei.
Da Stahl nicht durchsichtig ist, wurde der typische Aufbau der
OLEDs bzw. Solarzellen umgekehrt. Lichtemission bzw. -einfall erfolgen über die obere, transparente Elektrode. Die hierfür erforderlichen lichtdurchlässigen Beschichtungssysteme, die die organischen Schichten bei der Herstellung und das fertige Bauteil schützen, wurden ebenfalls am Institut für Hochfrequenztechnik entwickelt.