Automobil-Cockpits bestehen aus zahlreichen Funktionselementen, wie z. B. Instrumententafel, Lenksäule und Klimatisierungseinrichtung. Ein durchgehender Querträger aus Metall stabilisiert das Cockpit üblicherweise und ermöglicht seinen Einbau als Modulkomponente. Er kann jedoch die Gestaltungsfreiheit beim Interieurdesign einschränken.
Johnson Controls hat in Partnerschaft mit einem Stahlhersteller ein innovatives Querträgerkonzept in Stahl-Kunststoff-Verbundbauweise entwickelt. Bei identischem Insassenschutz bietet dieses eine um 18 % höhere Steifigkeit sowie ein um mehr als 20 % geringeres Gewicht gegenüber einer konventionellen Lösung. Außerdem gewährt es weitaus größere Freiheit bei der Cockpit-Gestaltung.
Erreicht wird dies vor allem durch ein neuartiges, beanspruchungsgerecht gestaltetes Strukturbauteil aus Stahl, das als Dreibein ausschließlich im fahrerseitigen Bereich angeordnet und über A-Säule, Windlauf und Fahrzeugboden mit der Karosserie verbunden ist.
Zentrales Element dieses Dreibeins ist ein geschlossenes Hohlprofil, das aus einer Formplatine mittels Profilieren und Laserstrahlschweißen hergestellt wird. Es bestimmt maßgeblich die hohe dynamische Steifigkeit und dient zudem zur direkten Befestigung der Lenksäule. Diese neuartige Anbindung, bei der deutlich weniger Einzelteile benötigt werden, trägt zur Gewichtsreduktion bei und generiert zusätzlichen Bauraum.