Auf dem Markt erhältliche Schwerlastverankerungen leiten große Zug- und Querkräfte weiter, vorwiegend in Decken und Wände aus Stahlbeton. Soll das anzuschließende Bauteil jedoch mit Abstand montiert werden, um z. B. Toleranzen auszugleichen, reduzieren sich die zulässigen Querlasten aufgrund der geringen Biegetragfähigkeit des Ankers. Schon Abstände von wenigen Zentimetern machen die Konstruktion aufwendig und damit deutlich teurer.
Der Ingenieur Gerhard Heying entwickelte einen Schwerlastdübel aus Stahl speziell für die Distanzmontage. Kernelement ist eine tragfähige Rohrhülse mit einem Außendurchmesser von 12 bis 51 mm und einer Wanddicke von 2 bis 4 mm, die angreifende Querlasten aufnehmen soll. Kreuzschlitze am Ende der Hülse dienen der kontrollierten Verspreizung des Systems im Baukörper. Eine Gewindestange innerhalb der Hülse verspannt das System und überträgt die Zug- und Drucklasten. Damit lassen sich Distanzen bis zu 300 mm überbrücken.
Für den Schwerlastdübel wurden bereits Belastungstabellen erstellt und die Zulassung beantragt. Damit kann die Verankerung z. B. von vorgehängten Fassaden, Balkonen, Treppenanlagen oder Markisen künftig deutlich wirtschaftlicher ausgeführt werden - immer dann, wenn ein Abstand zum Verankerungsgrund notwendig wird.