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Mehr Sicherheit für Schiff, Ladung und Umwelt verspricht das neue Doppelhüllen-Konzept der Lindenau GmbH, Schiffswerft und Maschinenfabrik. Bei der bislang üblichen Doppelhüllen-Bauweise wird der Schutz des Laderaums bei sehr starken Beschädigungen, z. B. infolge einer Kollision mit einem anderen Schiff, nur bedingt berücksichtigt. Die Verformung der Außenhaut des Schiffs durch das Eindringen eines Schiffsbugs führt bei der derzeitigen Bauweise zum Bruch der Außenhaut und des Ladetanks, da beide Strukturen fest miteinander verbunden sind.
Die von dem geschäftsführenden Gesellschafter Günter Steen entwickelte Verbesserung sieht eine Anordnung von Perforationen in den für diesen Anwendungsfall berechneten stützenden Elementen zwischen den Hüllen vor. Bei einer Kollision können sich die Außenhülle und ihre Strukturelemente so stark verformen, dass es zu einer Trennung zwischen Außenhaut und Innenhülle kommt. Die Innenhülle kann sich dadurch frei verformen und wesentlich mehr Verformungsenergie aufnehmen, ohne zu reißen.
Dem verwendeten Stahl kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Zum Beispiel lässt sich die Stahlsorte S 355 MC mit einer Zugfestigkeit von 430 bis 440 N/mm2 und einer Mindestbruchdehnung von 23 % dafür einsetzen.
Da sich das Volumen des Laderaums im Falle der Verformung der Innenhülle verringert, wird das Ladegut über Berstplatten in angrenzende Hohlräume des Schiffs geleitet.
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