Die Verlegetechnik von Dachpfannenprofilen ist systemabhängig. In der Regel beginnt die Montage am unteren rechten Traufrand. Im Wechsel werden die Profile dann nach links und oben verlegt. Bei allen Systemen schraubt man die Dachpfannen auf eine Unterkonstruktion aus Latten und Konterlatten. Der gebräuchliche Lattenabstand beträgt 29 bis 40 cm. Die Verlegung der Dachplatten erfolgt bis auf wenige Ausnahmen in versetzter Weise, um Vierfachüberdeckungen zu vermeiden. In diesem Fall muss jede zweite in Falllinie des Daches liegende Anfangsplatte halbiert werden. Bei einigen Systemen werden die Profile mit Steckfalzanschlüssen verbunden, was ihnen zusätzliche Stabilität verleiht. Nachdem die vorangegangene Platte verschraubt ist, wird die jeweils folgende Platte in deren Steckfalz eingehakt, auf die Querlatte gedrückt und ebenfalls verschraubt. Der Menüpunkt "Montagehinweise" ist mit den Montageanleitungen der Hersteller verlinkt. Diese können als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
Hinterlüftung Das Unterdach muss ausreichend hinterlüftet werden. Dazu ist die richtige Bemessung der Zu- und Abluftöffnungen erforderlich. Der freie Lüftungsquerschnitt an der Traufe muss mindestens 2 % der zugehörigen geneigten Dachfläche betragen, mindestens aber 200 cm² je Dachmeter. Weitere Hinweise zur werkstoffgerechten Verlegung finden Sie unter "Bauphysikalische Eigenschaften".
Zuschnitt und Werkzeuge Stahldachpfannen können mit den für die Blechbearbeitung gebräuchlichen Werkzeugen bearbeitet und zugeschnitten werden, z. B. Blechschere, Knabbermaschine oder Kreissäge mit Spezialklinge (Speedycut).
Geeignete Montagewerkzeuge Mit kalt schneidenden Werkzeugen lassen sich Stahldachpfannen an jede Dachform anpassen. Auch Stichsägen mit Metallklingen können verwendet werden. Ungeeignet sind Winkelschleifer oder Kreissägen mit Trennschleifscheiben. Diese würden die Stahlplatte zu sehr erhitzen und ihre Verzinkungsschicht beschädigen! Die Verzinkung entwickelt bei auftretender Feuchtigkeit eine "Fernwirkung", den sogenannten kathodischen Korrosionsschutz. Er sorgt dafür, dass selbst an unbehandelten Schnittkanten keine Korrosion auftritt.