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Stahl -Werkstoff Nr. 1
Abgassysteme
Bauteile aus Stahl
EcoSpace Cockpit-Struktur
Energieabsorber für passiven Fußgängerschutz in Fahzeugen
Hochfester Stahl für Fahrwerksfedern
Korrosionsschutz
Leichtbau-Verbundbremsscheibe
Leicht und sicher
Motorhaube - leicht und sicher
Partikelabscheider
Pkw-A-Säule
Stahlintegralgehäuse für Lenkgetriebe
Verzunderungsschutz bei der Formhärtung
Verzahntes Flexplate
Wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswelle

Stahl im Automobil


Der Wunsch nach sicheren, komfortablen und geräumigen Fahrzeugen hat deren Gewichte in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigen lassen. Vor dem Hintergrund der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes wird heute mehr denn je die Verminderung des Kraftstoffverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes gefordert, die u. a. eine Reduktion des Fahrzeuggewichts erforderlich macht. Für die Lösung dieses Zielkonflikts – sichere und komfortable aber zugleich leichte, umweltverträgliche Fahrzeuge zu entwickeln – ist und bleibt Stahl Werkstoff Nr. 1.

Der Trend zu immer festeren Stahlsorten, die leichtere und zugleich auch steifere – und damit sichere – Konstruktionen ermöglichen, ist vor allem bei der Karosserie als größter Fahrzeug-Baugruppe ungebrochen. So besteht beispielsweise die Rohkarosserie der aktuellen C-Klasse-Limousine von Mercedes zu etwa 70 % aus hoch-, höher- und höchstfesten Stählen. In der Karosserie des Vorgängermodells, bei der noch konventionelle weiche Stahlsorten dominierten, betrug der Anteil lediglich 40 %. Die gleiche Tendenz ist auch bei der BMW-3er-Serie festzustellen. Der Anteil der modernen Stahlwerkstoffe in der Karosserie der Mittelklasse-Limousine ist von rund 50 % beim letzten Modell auf derzeit über 70 % gestiegen.

Rohkarosserie der Mercedes C-Klasse: Hervorragende Struktureigenschaften dank moderner Stahlsorten 

Eine große Bedeutung für die Gewichtsreduktion kommt hierbei insbesondere den so genannten Mehrphasenstählen zu, die extreme Festigkeit, gute Umformbarkeit sowie hohes Energieaufnahmevermögen vereinen und wesentliche Fortschritte bei Strukturverhalten und Fahrzeugsicherheit ermöglichen. Diese auch als AHSS (Advanced High Strength Steels) bezeichneten Stähle verfestigen sich bei einem Unfall durch die Verformung stark und können somit mehr Energie aufnehmen. Mittlerweile finden diese Stähle auch im Kleinwagensegment Verwendung, wie z. B. im VW Polo und Fiat Punto und tragen zum Schutz der Insassen im Falle eines Unfalls bei.

Noch höhere Festigkeiten bieten neue Mangan-Bor-Stähle, die zunehmend für tragende und sicherheitsrelevante Strukturteile Verwendung finden. Die Blechplatinen aus diesen Stählen werden erwärmt bis sie rot glühen und dann in einer Presse umgeformt. Durch anschließende gezielte Abkühlung in der Presse lassen sich extreme Bauteilfestigkeiten einstellen. Beim aktuellen VW Passat werden Mangan-Bor-Stähle für B-Säulen, Schweller, Mitteltunnel, Dachrahmen sowie im Bereich der Stirnwand eingesetzt. Im Vergleich zu einer Bauweise mit höchstfesten, konventionell umgeformten Stählen ist die Rohkarosserie des Passat um etwa 20 kg leichter.

Die Anforderungen an Automobile werden in Zukunft weiter steigen. Immer wenn es darum geht, leistungsfähigere Bauteile und Systeme ohne höhere Kosten zu verwirklichen, können Konstrukteure auch künftig auf die Leistungsfähigkeit des Werkstoffs Stahl bauen. Denn das Entwicklungspotenzial dieses Werkstoffs ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

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