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Energieabsorber für passiven Fußgängerschutz in Fahrzeugen
Kommt es zu einem Zusammenprall mit einem Fahrzeug, so ist das Verletzungsrisiko für Fußgänger meistens hoch. Durch eine möglichst weiche Auslegung der Aufprallzonen im vorderen Fahrzeugbereich versuchen die Automobilhersteller, dieses Risiko zu reduzieren. Wichtige Ansatzpunkte sind dabei die Haubenscharniere. Mit dem Ziel, diese nachgiebiger zu gestalten, hat die Firma Scherdel Innotec für den Einsatz in Pkw den „Energieabsorber" entwickelt.
Das Bauteil wird vorgespannt in einer 4-Gelenkmechanik unter dem eigentlichen Haubenscharnier eingebaut. Beim Aufprall eines Körpers auf die Motorhaube wird durch plastische Verformung dieses Bauteils Energie abgebaut und damit die Verletzungsschwere (HIC-Wert) verringert. Als optimale Lösung hat sich hierbei ein netzartiges Zugblech aus dem Edelstahl 1.4310 erwiesen. Durch die Übersetzung der 4-Gelenkmechanik in Verbindung mit der plastischen Verformung im Zugblech wird ein nahezu konstanter Kraftverlauf erreicht. Dabei gibt die Motorhaube um mehrere Zentimeter nach unten nach.
Die Dehnung des Zugblechs erfolgt im Wesentlichen durch ein Verbiegen der einzelnen Stege, ähnlich einem Streckmetall. Eine Anpassung der Kraftkennlinie durch Variation der Stege ist einfach möglich.
Der „Energieabsorber" wurde für einen großen deutschen Fahrzeughersteller entwickelt und zum Patent angemeldet.
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