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InCar: 5.500 Kilogramm weniger CO2 pro Autoleben
Mit dem Projekt InCar hat ThyssenKrupp Weichen für das Automobil der nahen Zukunft gestellt. Mehr als 30 neue Lösungen für Karosserie, Antrieb und Fahrwerk bieten verbesserte Funktionen, sparen Gewicht und Kosten und entlasten nachhaltig das Klima. Ingesamt rund 5.500 Kilogramm Treibhausgase lassen sich mit den ökologisch besten Innovationen für jedes einzelne Auto sparen. Dabei ist die Incar-Ökobilanz ganzheitlich: Sie bewertet nicht nur die Emissionen aus 250.000 Kilometern Fahrbetrieb, sondern auch die bei der Produktion der Bauteile frei werdenden Treibhausgase - beginnend beim Abbau der Rohstoffe.
Deutlich wird: Innovationen im Antrieb bieten das größte Potenzial für Klima schonenden Individualverkehr: Mehr als 4.000 Kilo CO2-Äquivalent spart allein ein neu entwickelte Ventilsteuerung. Sie reguliert Menge und Zusammensetzung des im Motor verbrannten Kraftstoff-/Luft-Gemisches. Mit dem System lassen sich bis zu neun Prozent Kraftstoff sparen. Ist der Motor, zum Beispiel im Leerlauf, nur gering belastet, schaltet das System einzelne Zylinder ganz ab und die Einsparung erhöht sich auf 20 Prozent.
Für die Automobilhersteller ist die Lebenszyklus-Betrachtung hilfreich, wenn es um die Werkstoffauswahl geht. So haben die InCar-Ingenieure eine Hinterachse aus höchstfesten Stählen entwickelt, die nur vier Prozent mehr wiegt als ein entsprechendes Bauteil aus Aluminium. Weil bei ihrer Produktion deutlich weniger Treibhausgase entstehen, senkt die Stahllösung die Lebenszyklus-Emissionen trotz des leichten Gewichtsnachteils um insgesamt 120 Kilogramm. Und: die Achse aus höchstfesten Leichtbau-Stählen ist 50 Prozent billiger als die Aluminium-Referenz.
Für neue Antriebskonzepte hält InCar ebenfalls passende Lösungen bereit. Hier schlagen die Entwickler unter anderem eine integrierte Lenkung vor, damit im Vorderwagen zusätzlicher Platz frei wird, zum Beispiel für die Elektro-Einheit eines Hybridantriebes. Die Innovation: Bisher getrennte Komponenten, nämlich die Antriebseinheit einer Servolenkung und der Querträger einer Vorderachse, werden Bauraum sparend miteinander zu einem Teil vereint.
InCar ist ein Forschungsprojekt, in dem der ThyssenKrupp Konzern seine gesamte Automobilkompetenz gebündelt hat. Die Innovationen sind mit hohem Aufwand wirtschaftlich und fertigungstechnisch abgesichert, so dass Automobilhersteller sie zügig in die Serienfertigung übernehmen können.
Ansprechpartner Bernd Overmaat Telefon +49 (203) 52 45185 Telefon +49 (203) 52 25707 E-Mail: bernd.overmaat@thyssenkrupp.com
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