Medieninformationen

Internationaler Architektur-Kongress 2010


Nachhaltigkeit ist Trumpf

Düsseldorf, den 13. Januar 2010 - „Neues Bauen mit Stahl - Lösungen für nachhaltige Architektur" war das Thema des Internationalen Architektur-Kongresses, den das Stahl-Informations-Zentrum am 13. Januar 2010 in Essen ausrichtete. Mehr als 1.000 Teilnehmer kamen und folgten den Ausführungen der renommierten Referenten. Mitveranstalter waren die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und bauforumstahl e.V.

Die Anforderungen an Architekten, Ingenieure und ausführende Unternehmen werden immer komplexer: Bisher waren vor allem Funktionalität, Baukosten sowie die architektonische und energetische Qualität eines Bauwerks wichtige Kriterien für den Bauherrn. Immer wichtiger werden jetzt z. B. auch der Verbrauch von natürlichen Ressourcen, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebenszykluskosten sowohl beim Neubau als auch beim Bauen im Bestand. Das Leitbild der Nachhaltigkeit setzt neue Maßstäbe bei der Vermarktung von Gewerbe-, Verwaltungs-, Wohn- und öffentlichen Immobilien. Wenn es neben gestalterischen Aspekten auch auf nachhaltige Planung, Ausführung und Nutzung von Bauwerken ankommt, wählen Architekten und Planer immer öfter den Baustoff Stahl.

„In vielen Stahlkonstruktionen werden heute schon hochfeste Stähle eingesetzt, deren Festigkeiten um das zwei- bis dreifache höher liegen als bei klassischen Baustählen. Die Vorteile sind klar: Weniger leistet mehr.", so Dr. Reinhard Winkelgrund, Geschäftsführer des Stahl-Informations-Zentrums. Bauelemente aus Stahl sind effektiv vorzufertigen, einfach zu montieren und sichern mit ihren leicht zu verändernden, flexiblen Strukturen den langfristigen Werterhalt von Gebäuden. Außerdem können Stahlkonstruktionen am Ende ihrer langen Nutzungszeit leicht demontiert und ohne Qualitätsverlust zu 100 % recycelt werden. Der geringe Bedarf an primären Rohstoffen und die energiesparende Herstellung von Bauprodukten aus Stahl schonen die natürlichen Ressourcen unserer Erde und entlasten so die Umwelt.

Auf dem Kongress in Essen stellten international renommierte Architekten und Ingenieure realisierte Projekte und innovative Architekturlösungen für besonders umwelt- und sozialverträgliche Bauwerke aus Stahl vor - Gebäude, die gleichzeitig ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit über den gesamten Nutzungszyklus bieten. Alle Referenten zeichneten sich durch beeindruckende Kreativität und das klare Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung im Bauwesen aus.

Der Düsseldorfer Architekt Christof Ingenhoven orientiert seine Projekte an internationalen Standards wie LEED, BREEAM oder ASHRAE. So benötigt die von ihm entworfene neue Lufthansa-Hauptverwaltung nur ein Drittel der Energie eines herkömmlichen Bürogebäudes. Der von ihm geplante Hauptbahnhof Stuttgart, mit dessen Bau in diesem Jahr begonnen werden soll, wird als Null-Energie-Bahnhof weder Heizung, Kühlung noch mechanische Belüftung benötigen.

Ronald Schleurholts vom Delfter architectenbureau cepezed zählt zu den vom European Centre for Architecture, Art, Design and Urban Studies ausgewählten 40 wichtigsten Architekten unter 40 Jahren. Nachhaltiges und integrales Design bestimmte die von ihm geplante Erweiterung und Renovierung des Audax-Textilmuseums in Tilburg, das in einer ehemaligen Wollfabrik untergebracht ist. Vorhandene Substanz verbindet sich hier mit transparenten An- und Neubauten zu einem integralen Komplex.

Das Bochumer Architektenduo Elke Banz und Dietmar Riecks setzt Stahl insbesondere im Industriebau ein, wie z.B. beim Bau einer Nullemissionsfabrik in Braunschweig. Dieses Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Energy Globe des Club of Rome.

Juan Fernández Andrino leitet das Madrider Büro von Dominique Perrault. In seinem Vortrag präsentierte er das neue Olympische Tenniszentrum in Madrid, dessen Dachtragwerk aus einer filigranen Stahlkonstruktion besteht.

Wie kaum ein anderer in Deutschland steht Prof. Werner Sobek, Architekt und Bauingenieur aus Stuttgart, für klare Orientierung hin zu nachhaltigen Bauweisen. Leichte, weit gespannte Strukturen mit hoher Funktionalität und Wertigkeit, wie der neue Flughafen in Bangkok zeigt, gehören zu seinen Markenzeichen als Tragwerksplaner.

Prof. Stefan Behling ist Senior Partner beim weltweit agierenden Büro Foster + Partners. Das Büro setzt Stahl unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte in vielen Bauwerken ein. Ein herausragendes Beispiel ist die in der Wüste des Emirats Abu Dhabi am Persischen Golf entstehende „Masdar City", die erste Öko-Stadt der Welt. Baubeginn war 2009, in sechs Jahren soll das Quartier bezugsfertig sein. Die CO2- und Müllbilanz der Stadt soll lauten: null. An dem Wohn- und Arbeitsort für fast 50.000 Menschen auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern werden Autos mit Verbrennungsmotor Fahrverbot haben, Verkehrsmittel sollen Fahrräder und selbstfahrende Elektrokabinen sein. Abfälle sollen recycelt, Brauchwasser aufbereitet, die Häuser energiesparend gebaut werden. Der Strom wird aus photovoltaischen sowie Solar- und Windkraftwerken kommen. Das Büro ist Global Player der internationalen Architekturszene.

Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Sie umschreibt in ihrem Kerngedanken eine ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Lebenschancen künftiger Generationen zu gefährden. Spürbare Klimaveränderungen, sich verknappende Rohstoffressourcen und zunehmende Umweltzerstörungen verpflichten deshalb alle am Bau Beteiligten zu nachhaltigem Handeln. Reinhard Winkelgrund: „Das Leitbild der Nachhaltigkeit setzt neue Maßstäbe für die Bauwerke von morgen. Stahl ist dabei ein verlässlicher Partner."

Kontakt:
Hans Allkämper
Stahl-Informations-Zentrum
Sohnstraße 65
40237 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 6707-844
Fax: +49 (0)211 6707-344
E-Mail: hans.allkaemper@stahl-info.de

 

Mehr als 1000 Architekten und Bauingenieure kamen zum Kongress.

  Mehr als 1000 Architekten und
  Bauingenieure kamen zum Kongress.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität

 

Für Christof Ingenhoven werden moderne Arbeitswelten durch nachhaltige Bauten mit Stahl geprägt.

  Für Christof Ingenhoven werden moderne
  Arbeitswelten durch nachhaltige Bauten
  mit Stahl geprägt.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität

Ronald Schleurholts realisiert filigrane Stahlleichtbauten in den Niederlanden.

  Ronald Schleurholts realisiert filigrane
  Stahlleichtbauten in den Niederlanden.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität

Elke Banz stellte Architekturkonzepte für das nachhaltige Bauen im Industrie- und Gewerbebau vor.

  Elke Banz stellte Architekturkonzepte
  für das nachhaltige Bauen im Industrie-
  und Gewerbebau vor.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität
Juan Fernández Andrino stellte urbane Nachhaltigkeit in Madrid vor.

  Juan Fernández Andrino stellte urbane
  Nachhaltigkeit in Madrid vor. 
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualiltät

Werner Sobek erklärt nachhaltiges Bauen mit Stahl zur drängenden Aufgabe für Architekten.   Werner Sobek erklärt nachhaltiges Bauen
  mit Stahl zur drängenden Aufgabe für
  Architekten.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität




Für Stefan Behling ist Nachhaltigkeit eine globale Herausforderung der Architektur.   Für Stefan Behling ist Nachhaltigkeit eine
  globale Herausforderung der Architektur.
  (Quelle: Stahl-Informations-Zentrum)

  Download in Druckqualität


Die Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit einem Bericht über den Internationalen Architektur-Kongress 2010 und mit Angabe der Quelle genutzt werden. Im Falle der Berichterstattung bitten wir um einen Beleg.

drucken