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Neue Schutzplanken auf der A42

  

Flexible Schutzeinrichtungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Düsseldorf, den 14.06.2011 - Zahlreiche Menschen verdanken ihnen ihr Leben. Moderne Stahlschutzplanken sorgen an Autobahnen, Bundes- und Landstraßen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, seit April auch auf der A42 zwischen Duisburg und Oberhausen.

Viel zu oft kommt es auf Deutschlands Straßen immer noch zu schweren Verkehrsunfällen. Verliert der Fahrer dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und gerät von der Fahrbahn ab, verhindern Schutzplanken am Fahrbahnrand häufig Schlimmeres. Das Prinzip „Je härter, desto besser" bringt den Unfallbeteiligten hier wenig - im Gegenteil! Entscheidend für die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen ist deren Flexibilität. Nur flexible und zudem durchbruchsichere Auffangeinrichtungen sorgen dafür, dass Fahrzeuge relativ sanft und sicher auf der Fahrbahn gehalten werden, und ermöglichen so eine Minimierung des Verletzungsrisikos für die Insassen.

Auch auf der A42 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord und der Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum können sich die Verkehrsteilnehmer jetzt sicherer fühlen. Im Rahmen einer Grundsanierung wurden mehr als 20 Kilometer neue Stahlschutzplanken montiert. Das Schutzplankensystem „Super Rail" verdoppelt die Durchbruchsicherheit am Mittelstreifen gegenüber den vorher vorhandenen Schutzplanken. Bei diesem System werden selbst 38 Tonnen schwere Sattelzüge sicher aufgehalten und am Durchbruch gehindert. Dies wurde durch Tests nach EN 1317 mehrfach nachgewiesen. „Schutzplanken aus Stahl halten nicht nur extremen Kräften stand, sondern lindern gleichzeitig den Anprall insbesondere von Pkw. Sie schlucken damit eine Menge Energie, die nicht vom Fahrzeug abgebaut werden muss. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber starren Straßenbegrenzungen", erläutert Dipl.-Ing. Volker Goergen von der Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken e.V.

Untersuchungen ergaben, dass die Insassen bei der Kollision mit einer flexiblen Stahlschutzplanke deutlich geringer belastet werden. Bei einem vergleichbaren Anprall an eine starre Schutzeinrichtung wäre mit Unfallfolgen zu rechnen, die für die Fahrzeuginsassen gefährlicher seien, so Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz, ehemaliger Leiter des Instituts für Kraftfahrwesen an der RWTH Aachen.

Dabei ist das Zusammenspiel der Energie aufnehmenden Fahrzeugstruktur mit flexiblen Stahlschutzplanken von großer Bedeutung. Wallentowitz erläutert: „Der Umfang dieser Absorption entspricht in etwa der Menge, die auch ein gegnerisches Fahrzeug übernehmen würde, wenn es zu einem Fahrzeug-Fahrzeug-Unfall käme. Dafür sind unsere Fahrzeuge ausgelegt. Die Insassen haben realistische Überlebenschancen. Starre Schutzeinrichtungen ‚verstimmen’ das heute gültige System ‚Fahrzeug - Schutzplanke’, da es damit keine Flexibilität gibt."

Flexible Schutzeinrichtungen an Fahrbahnrand und Fahrbahnmitte leisten demnach einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr, die auch von den Verkehrsteilnehmern so wahrgenommen wird. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab, dass die Menschen sich auf einer Strecke, die mit Stahlschutzplanken versehen ist, sicherer fühlen. Goergen erläutert: „Die Kilometer langen grauen Wände an den Autobahnen machen den Menschen Angst. Und Angst erzeugt immer auch Unsicherheit."

Auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit spricht einiges für die stählernen Schutzeinrichtungen. Stahlschutzplanken lassen sich schnell, einfach und kostengünstig installieren und erfordern so gut wie keine Instandhaltungsmaßnahmen. Und selbst nach einem leichten Anprall ist ein hohes Maß an Restsicherheit gegeben, so dass nicht unbedingt jeder kleinere Schaden sofort behoben werden muss. Ausgetauschte Schutzplanken können als Stahlschrott veräußert und so dem Werkstoffkreislauf wieder zugeführt werden.

Weitere Informationen zum Thema „Lebensretter Stahlschutzplanken - Sicherheit durch Flexibilität und Energieverzehr" sind in einem Sonderdruck veröffentlicht, der einen Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz wiedergibt. Die Publikation ist in Einzelexemplaren kostenfrei beim Stahl-Informations-Zentrum erhältlich und steht hier zum Download bereit.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Wolfgang Hehl
Stahl-Informations-Zentrum
Sohnstraße 65
40237 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 6707-831
Fax: +49 (0)211 6707-344
E-Mail: wolfgang.hehl@stahl-info.de

Schutzplankensystem SUPER-RAIL

  Schutzplankensystem SUPER-RAIL
  (Quelle: Gütegemeinschaft Stahlschutz-
   planken)


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Durchbruchschutz am Mittelstreifen

  Durchbruchschutz am Mittelstreifen
  (Quelle: Gütegemeinschaft Stahlschutz-
   planken)

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Die Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit einem Bericht über Stahlschutzplanken und mit Angabe der Quelle genutzt werden. Im Falle der Berichterstattung bitten wir um einen Beleg.

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