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Energieeffiziente Fassaden aus Stahl
Düsseldorf, den 30.09.2010 - Die aktuelle Energieeinsparverordnung erfordert auch im eher funktional orientierten Gewerbebau den Einsatz hoch wärmedämmender Fassaden. Bausysteme aus beschichtetem Stahl weisen nicht nur ausgezeichnete energetische Eigenschaften auf, sie bieten auch großen Spielraum für die architektonische Gestaltung.
Die Gebäudehülle übernimmt unterschiedliche Funktionen. Zunächst sind das die bauphysikalischen Aufgaben zum Wärme-, Feuchte- und Schallschutz. Außerdem sind Dächer und Fassaden so auszuführen, dass sie dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet sind. Darüber hinaus spielen auch gestalterische Aspekte im modernen Gewerbe- und Wirtschaftsbau eine immer wichtigere Rolle. Noch bis in die 90er Jahre des letzen Jahrhunderts prägten schlichte Zweckbauten die Randlagen der Städte und Gemeinden, oftmals farblose, rechteckige Hallen, dem Produktionsprozess folgend hintereinander aufgestellt, mit angeschlossenen, ebenso tristen Bürotrakten. Die Architektur wurde der reinen Funktion unterstellt.
Doch seit einigen Jahren sind die Abkehr von architektonischer Tristesse und die Hinwendung zu Form und Farbe, zu Charakter und Identität auch bei Wirtschaftsgebäuden auf dem Vormarsch. Marketingexperten sehen Markenprofilierung, Wiedererkennung und Kundenbindung in direktem Zusammenhang mit dem Corporate Design eines Unternehmens, das sich auch in der Architektur seiner Gebäude widerspiegelt.
Die Baustoffindustrie stellt sich den neuen Herausforderungen. Sie bietet z. B. Produktlösungen und Bausysteme aus Stahl an, die sich seit vielen Jahren bewährt haben, immer weiter optimiert wurden und sowohl gestiegenen energetischen, als auch gestalterischen Anforderungen gerecht werden. Zudem garantieren die weit spannenden, aufgrund ihres geringen Gewichts schnell zu montierenden, langlebigen Bauteile ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit.
Stahl-Trapez- und -Wellprofile, verlegt auf Kassetten mit integrierter, wärmebrückenfreier Mineralwolldämmung, und Stahl-Sandwichelemente, die mit Hartschaum oder Mineralwolle gefüllt höchste Wärmedämmwerte erzielen, umhüllen heute nicht nur Produktions- und Lagerhallen, sondern zunehmend auch Büro- und Verwaltungsgebäude. Zum Beispiel bietet ein nur 15 Zentimeter dickes Sandwichelement mit Polyurethanschaumfüllung für den Kühlhausbau die gleiche Isolierungswirkung wie ein 1,3 Meter dickes Ziegelmauerwerk.
Besonderer Beliebtheit bei Architekten und Bauherren erfreuen sich kassettierte Fassadensysteme, die insbesondere bei prestigeträchtigeren Bürogebäuden Verwendung finden. Bei Stahl-Paneelen, auch Kassetten oder Sidings genannt, handelt es sich um ebene, plattenförmige Bauteile aus Stahlfeinblech, die in modularer Weise horizontal oder vertikal angeordnet werden. Im Gegensatz zu rollgeformten Profilen werden die kleinteiligen Paneele konventionell über Kantungen erstellt und können als ungedämmte oder gedämmte Elemente ausgeführt und auf die Unterkonstruktion ohne Verschraubung aufgesteckt werden. Variable Modulgrößen und verschiedene Farbkompositionen ermöglichen sehr fein strukturierte Fassaden.
Streifenförmige, ungedämmte Stahl-Paneele, die mittels Rollformen in Längen bis zu 13 Meter gefertigt werden, sorgen für eine linienhafte Anmutung der Fassadenstruktur. Die geschraubte Verlegung erfolgt auf einer separaten Unterkonstruktion mit eingefügter Dämmebene in vertikaler oder horizontaler Richtung. Da Stahl-Paneele wesentlich geringere Baubreiten aufweisen als Trapez- oder Sandwichelemente, lassen sich in Kombination mit der Farbwahl sehr abwechslungsreiche Aufteilungen der Fassade realisieren.
Hochwertiger, auf den jeweiligen Einsatzzweck ausgerichteter Korrosionsschutz garantiert die Dauerhaftigkeit der Bauelemente. Das Verfahren der Bandbeschichtung von verzinktem Stahlblech, das sogenannte Coil-Coating, bietet langlebige Beschichtungen in vielen Farbnuancen. Architekten und Bauherren haben so beinahe unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Stahlfassaden können am Ende ihrer langen Nutzungszeit leicht demontiert und zu 100 Prozent recycelt werden: ein permanenter Materialkreislauf. Qualitätsverluste, wie bei einigen anderen Werkstoffen, gibt es dabei nicht. Diese herausragende Eigenschaft macht Stahl zu einem regenerativen Baustoff mit äußerst positiver Ökobilanz.
Das Stahl-Informations-Zentrum und der Industrieverband für Bausysteme im Metallleichtbau (IFBS) bieten umfangreiches Informationsmaterial an und veranstalten Praxis-Seminare zum Thema „Leichtbausysteme aus Stahl für Dach und Fassade - Energie- und kosteneffiziente Lösungen für Neu- und Bestandsbau". Vorgestellt werden nachhaltige, zukunftsweisende Konstruktionslösungen für den Industrie- und Gewerbebau. Weitere Informationen sind unter »Veranstaltungen« zusammengefasst.
Kontakt: Dipl.-Ing. Hans Allkämper Stahl-Informations-Zentrum Sohnstraße 65 40237 Düsseldorf Tel: +49 (0)211 6707-844 Fax: +49 (0)211 6707-344 E-Mail: hans.allkaemper@stahl-info.de
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