Aktuelles / Wissenswertes über Stahl

Wirtschaftsvereinigung Stahl im Stahl-Zentrum


Klimaschutz mit Faktor 6
Positive CO2-Bilanz der Stahlindustrie

Düsseldorf, den 12. März 2010 - The Boston Consulting Group BCG hat die CO2-Bilanz der Stahlindustrie untersucht. Ergebnis: Innovative Stahlanwendungen sparen sechsmal soviel CO2 wie die hierfür erforderliche Stahlerzeugung verursacht.

Wenn Metalle aus Erz oder Schrott erschmolzen werden, entstehen immer Emissionen. The Boston Consulting Group hat anhand von acht innovativen Stahlanwendungen zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl und dem Stahlinstitut VDEh untersucht, wie viel CO2 bei der Erzeugung der hierfür benötigten Stahlmengen entsteht. Umgelegt auf den gesamten Lebenszyklus der jeweiligen Stahlanwendungen, werden bei der Produktion des Stahls für diese acht Produkte rund 12 Millionen Tonnen CO2 im Jahr freigesetzt. Die aus dem Einsatz dieser Stähle gewonnenen Einsparungen belaufen sich dagegen auf 74 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2020. Die Bilanz der Beispiele zeigt: Im Durchschnitt spart der innovative Stahleinsatz sechsmal soviel CO2 ein, wie bei der dafür erforderlichen Stahlproduktion verursacht wird.

Im Einzelfall kann der Faktor deutlich höher liegen. So spart die Erneuerung fossiler Kraftwerke 29,5 Millionen Tonnen CO2 ein, während bei der Erzeu- gung des für den Bau erforderlichen Stahls jährlich weniger als 100.000 Tonnen CO2 anfallen. Das Verhältnis beträgt dort ca. 400 zu 1. Die Erklärung: Neue hochwarmfeste Stahlsorten in Kesseln, Dampfleitungen und Turbinen ermöglichen deutlich höhere Dampftemperaturen und -drücke, wodurch die Wirkungsgrade dieser Kraftwerke enorm wachsen. Durch den Bau von Windenergieanlagen, bei denen Turm, Gondel und Getriebe zum größten Teil aus Stahl bestehen, entstehen jährliche Emissionen von 0,4 Millionen Tonnen CO2.

Ihnen stehen jedoch Einsparungen von 14,2 Millionen Tonnen gegenüber, so dass hier das Verhältnis zwischen Belastung und Einsparung bei 1 zu 32 liegt. Insgesamt wird die bei der gesamten Stahlerzeugung in Deutschland jährlich emittierte Menge von 67 Millionen Tonnen CO2 allein durch die anhand der acht Beispiele ermittelten CO2-Einsparung von 74 Millionen Tonnen mehr als kompensiert.

Klimaschutz ist nur mit Stahl möglich. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bei den untersuchten Fallbeispielen rund 80 % der Reduktionspotentiale nur durch die Verwendung von Stahl zu realisieren sind. Zu der von der Politik genannten Reduktion von 220 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020 kann der Werkstoff Stahl somit einen Beitrag in Höhe von 74 Millionen Tonnen leisten. Eine leistungsfähige Stahlindustrie ist demnach auch aus klimapolitischer Sicht notwendig. Denn ohne moderne Stähle und innovative Stahlanwendungen lassen sich die ambitionierten klimapolitischen Ziele nicht erreichen.

Kontakt:
Beate Brüninghaus
Abt. Öffentlichkeitsarbeit
Wirtschaftsvereinigung Stahl
im Stahl-Zentrum
Sohnstr. 65
40237 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 6707-115 oder 116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

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