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Lebenszyklus


Ganzheitliche Bewertung von Automobilen

Düsseldorf, den 22.12.2012 - Zukünftig sollen in den USA nicht nur der Kraftstoffverbrauch und die daraus resultierenden Emissionen die Grundlage für eine Bewertung der Umweltverträglichkeit von Kraftfahrzeugen sein, sondern die Emissionen und der Energieverbrauch über den gesamten Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und die Gebrauchsphase bis hin zur Entsorgung. Dies bestätigten am 16. November die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) sowie die Umweltschutzbehörde (EPA).

"Es ist eine große Errungenschaft im Kampf gegen den Klimawandel, dass NHTSA und EPA LCA als einen wichtigen Aspekt in zukünftigen Fahrzeug-Vorschriften betrachten", sagte Cees ten Broek, Direktor von WorldAutoSteel, der Automotive Group der World Steel Association, einem Zusammenschluss der 17 weltgrößten Stahlhersteller.
Bewertet man nur die Emissionen während der Nutzungsphase, so könne dies mit dem Ziel der Gewichtsreduzierung zum Einsatz leichterer Materialien führen, bei deren Herstellung mehr Treibhausgase produziert werden. Daraus könnte ein unbeabsichtigter Anstieg der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus resultieren. Insbesondere durch die zunehmende Zahl von Elektro-Autos ist die isolierte Betrachtung der Nutzungsphase nicht mehr zeitgemäß, da die Emissionen in anderen Bereichen auftreten, die ohne einen Lebenszyklus-Ansatz ignoriert werden. Gemäß diesem neuen Ansatz sucht die Umweltbehörde EPA nun nach Informationen über Studien- und Forschungsergebnisse in Bezug auf die Auswirkungen zukünftiger, innovativer Technologien über den gesamten Lebenszyklus.

In Europa werden derzeit die Abgasvorschriften für Neuwagen überarbeitet. Diese sollen bis Ende 2012 in Kraft treten. 

Kontakt:
Wolfgang Hehl
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